Trockeneis im Allgemeinen

Das aus Trockeneis bestehende Strahlmittel ist die feste Form von CO2 (Kohlendioxid) bei einer Temperatur von -79°C. Das Kohlendioxid ist ein geruchloses, ungiftiges Gas, welches unter anderem in der Getränkeindustrie Bier und Mineralwasser beigefügt wird. Durch diese Zugabe kann der frische Geschmack und die Haltbarkeit der Getränke länger gewährleistet werden. Auch in der Lebensmittelindustrie zur Kühlung von Fleisch- und Wurstwaren findet es seine Anwendung.

Trockeneis als Strahlmittel

Strahlmethoden wie z.B. das Sandstrahlen zum Entfernen von Lacken, Schmutz, Fetten und ähnlichen Beschichtungen auf Oberflächen sind hinlänglich bekannt. Seit einigen Jahren werden auch Trockeneispellets als effektives Strahlmittel in der Industrie eingesetzt. Der Hauptvorteil dieser Reinigungsmethode ist, dass die Trockeneispellets nach dem Strahlen vollständig sublimieren. Zurück bleibt nur der gelöste Schmutz. Somit ist das Trockeneisstrahlen ein besonders effektives, umweltfreundliches und materialschonendes Reinigungsverfahren.

Wie entsteht Trockeneis

Flüssiges Kohlendioxid wird aus einem Niederdrucklagertank in eine Spezialmaschine, den Pelletierer, geleitet und über ein Dosierventil entspannt. Durch diesen Vorgang bildet sich Trockeneisschnee mit einer Temperatur von -79°C. Der im Pelletierer wechselwirkende Kolben presst den Trockeneisschnee durch eine Matritze zu hochdichten reiskorn-großen Trockeneispellets. Die Pellets können je nach Einstellung 1,49mm oder 3mm groß sein.

Wie funktioniert die Reinigung mit Trockeneis

Aus dem Vorratsbehälter der Strahlanlage fallen die Trockeneispellets in eine Dosiereinrichtung und werden dann durch die Druckluft beschleunigt. Durch exakt berechnete Hochleistungsdüsen wird das Trockeneis auf die zu reinigende Oberfläche mit Druckluft gestrahlt.

Durch die schlagartige Abkühlung auf der Oberfläche versprödet die abzutragende Schmutzschicht, löst sich vom Untergrund (thermischer Effekt) und wird dann von den nachfolgenden Trockeneispellets komplett abgetragen (mechanischer Effekt). Im Gegensatz zu dem bekannten Sandstrahlverfahren wird bei dieser Reinigungsmethode die Grundoberfläche nicht beschädigt. Beim Aufprall auf die zu reinigende Oberfläche verdampfen die -79°C kalten Trockeneispellets vollständig und zurück bleibt nur der gelöste Schmutz. Die kosten- und zeitaufwendige Entsorgung des Strahlmittels entfällt.

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